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Betreutes Wohnen: Kosten, Förderung & Finanzierung

Grundsätzlich hängt die Finanzierung des Betreuten Wohnens von der individuellen Situation des Betroffenen ab. Gegebenenfalls bestehen Ansprüche auf Leistungen aus der Grundsicherung und auf Unterstützungsleistungen in Form von stundenweiser Pflege. Die wird entweder in Assistenz oder durch fachgerechte Pflegekräfte ausgeführt.

Wer gibt Finanzierungshilfen im Pflegefall?

Leistungen, um Ambulant Betreutes Wohnen zu finanzieren, kann man bei den zuständigen ärztlichen Sozialhilfeträgern beantragen. Nach deren Genehmigung werden die einzeln aufgeschlüsselten Fachleistungen übernommen. Diese Fachleistungsstunden wiederum muss man bei den örtlichen Sozialhilfeträgern beantragen. Standard Pflegeleistungen übernehmen die zuständigen Kranken- und Pflegekassen. Da dieses ganze System für Laien nicht unbedingt leicht zu durchschauen ist, sollte man sich bei seiner örtlichen Sozialbehörde genau informieren, die darüber detailliert aufklären kann. Auch die Landesversicherungsanstalten haben Informationshotlines und die Mitarbeiter dort geben gerne Auskunft über die Möglichkeiten der Finanzierung Betreutes Wohnen.

Die Antragstellung erfolgt nach einer bestimmten Reihenfolge

Bevor die Anträge gestellt werden, muss zunächst der tatsächliche wöchentliche Hilfsbedarf ermittelt werden. Daraus ergibt sich dann eine Anzahl von Betreuungsstunden, die als Grundlage der Berechnung gilt und dem zuständigen Kostenträger vorgelegt wird. Die Ergebnisse werden in einem detailliert ausgearbeiteten Hilfeplan eingetragen. Der Kostenträger braucht außerdem eine fachärztliche Stellungnahme, aus der hervorgeht, dass der Betreffende diese Hilfeleistung benötigt.

Finanzierte Hilfe durch eine ausländische Pflegekraft

Die Finanzierung Betreutes Wohnen stellt für manche Familien eine große Herausforderung dar und ist oft nur mithilfe ausländischer Pflegekräfte zu meistern. Natürlich können auch die Kosten für eine Pflegehilfskraft aus dem osteuropäischen Ausland von der Pflegekasse übernommen werden. Die Höhe des erstatteten Betrags hängt jedoch immer von der jeweiligen Situation sowie den individuellen Wünschen ab. Durchschnittlich entstehen Gesamtkosten von etwa 1600 Euro, wobei in der Regel noch freie Kost und Logis sowie Fahrgeld für die Pflegekraft hinzugerechnet werden müssen. Wenn man sich ein Angebot von einer Betreuungseinrichtung erstellen lässt, werden darin immer die Gesamtkosten genannt. Wenn die zu pflegende Person in eine Pflegestufe eingestuft ist, kann die Familie die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen.

Pflegebedürftigkeit feststellen

Um die Pflegebedürftigkeit feststellen zu lassen, genügt bereits ein einfacher Anruf bei der Pflegekasse, die dann ein Antragsformular zusendet. Wird eine Pflegebedürftigkeit festgestellt, gilt die Berechnungsgrundlage bereits ab dem Tag der Antragstellung. Liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, muss diese durch einen medizinischen Gutachter des medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) überprüft werden. Der Besuch des Gutachters des MDK findet in der Regel Zuhause statt. Erst nach dieser Prüfung wird der Antrag bei der Pflegekasse eingereicht.

Dieses Gutachten ist von größter Wichtigkeit, denn darin wird auch festgelegt, wie hoch die finanzielle Pflegeleistung später ausfallen wird. Der Antragsteller kann dieses Gutachten auch selber einsehen. Der Gutachter stützt sich bei seiner Beurteilung zwar auf verbindliche Richtlinien, trotzdem macht es Sinn, sich auf den Besuch des Gutachters gut vorzubereiten. Vielleicht ist sogar das Führen eines Pflegetagebuches nützlich. Darin hält man fest, welche Pflegeleistungen man selbst erbringt und wie viel Zeit sie benötigen.

Förderung Altersgerechtes Wohnen

Unsere Bevölkerung wird immer älter, und die meisten möchten im Alter in ihrem Wohnumfeld wohnen bleiben. Trotzdem haben doch bisher nur 5 Prozent der älteren Menschen ihre Wohnungen so umgebaut, dass sie auch mit Einschränkung ihrer Mobilität dort wohnen bleiben können. Altersgerechtes Wohnen Förderung heißt auch Wohnraum behindertengerecht anpassen, denn mit nachlassender Beweglichkeit werden selbst alltäglich genutzte Mittel zu großen Hürden. Vor allem Treppen oder Badewannen sind für ältere Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, große Hindernisse.

Altersgerecht Wohnen mit Förderung wird erschwinglich

Staatliche Förderbank KfW und auch andere Geldinstitute bieten Fördermittel, mit denen eine Wohnung barrierefrei umgebaut werden kann. Um eine Wohnung altersgerecht zu gestalten, stehen zahlreiche Maßnahmen zur Verfügung. Das beginnt bei der Entfernung von Türschwellen zwischen einzelnen Räumen, betrifft den Ausbau der Bäder, denn der Einstieg in die Badewanne wird schnell ein unüberwindbares Hindernis. Solche baulichen Veränderungen können aber auch der Einbau eines Treppenliftes oder eines Aufzugs sein. Damit erreicht man großen Wohnkomfort, der auch für jüngere Bewohner vorteilhaft ist.

Verschiedene Möglichkeiten zur Förderung Altengerechtes Wohnen

Diese Anpassung und Förderung Altersgerechtes Wohnen wird von der Bundesregierung dadurch unterstützt, dass sie Investitionsanreize geschaffen hat. Für den barrierefreien Umbau eines Hauses stehen unterschiedliche, oft sehr flexible Kredite mit günstigen Zinsen zur Verfügung, die mit staatlichen Fördermitteln bezuschusst werden. Das staatliche Förderprogramm Programm passt sich sehr variabel an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Betroffenen an, ermöglicht das Wohnen in vertrauter Umgebung und verhindert den Einzug in ein Altenheim. Wer solche Fördermittel beantragen möchte, muss sich direkt an die KfW Bank wenden.

Zur Förderung von altersgerechten Wohnprojekten können sowohl zinsverbilligte Darlehen als auch Investitionszuschüsse in Anspruch genommen werden. Der Staat unterstützt sowohl selbstnutzende Eigentümer als auch Vermieter und Mieter, die eine behindertengerechte Wohnung bauen oder ihre derzeitige Wohnung altersgerecht oder behindertengerecht anpassen möchten. Mit dem Programm „Altersgerecht umbauen“ wurde die Zahl der Barriere reduzierten Wohnungen deutlich erhöht.

Unterschiedliche Möglichkeiten der baulichen Anpassung

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten bei Altersgerechtes Wohnen Förderung, um das Wohngebäude entsprechend anzupassen. Ob es sich um den Einbau altersgerechter Sanitärelemente, eine stufenlose Dusche oder eine komplette Grundrissänderung der Wohnung handelt – durch alle Maßnahmen wird die Lebensqualität erhöht. Für den Fall, dass eine Wohnung nachhaltig altersgerecht umgebaut wird, gelten jedoch technische Mindestanforderungen nach der DIN Norm 18040 für barrierefreies Bauen im Neubau.

Die Umbaumaßnahmen erleichtern auch die Perspektive auf eine fachgerechte Altenpflege zu Hause, die durch eine Pflegekraft aus dem osteuropäischen Ausland, zum Beispiel eine Haushaltshilfe aus Polen, übernommen werden könnte. Der hilfsbedürftige ältere Mensch wird rundum bestens versorgt, bleibt so in seiner gewohnten und geschützten Umgebung und genießt trotzdem die Freiheit, die ihm sein vertrauter Wohnort bietet.

Neben dem altersgerechten Umbau sollten sich Eigentümer außerdem überlegen, ob nicht eine energetische Sanierung das Gebäude zusätzlich aufgewertet. Dadurch können sie nämlich auch in den Genuss weiterer Fördermittel kommen.

Richtig Wohnen im Alter

Förderung für Betreutes Wohnen an sich gibt es für Senioren nicht. Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Zuschüsse, wenn man sich für dieses Wohnkonzept entscheidet. Einzig und allein die Pflegekasse kann an dieser Stelle Gelder freigeben, wenn eine Pflegestufe nachgewiesen werden kann. Senioren, die in keiner Pflegestufe sind, haben auch keinen Anspruch auf Förderung für Betreutes Wohnen. Im Einzelfall jedoch ist die Überprüfung von Sozialleistungen zu empfehlen. Wer wenig Rente bezieht und keine Rücklagen nachweisen kann, hat selbstverständlich auch im Alter Anspruch auf soziale Unterstützung.

Fördergelder zum Bau von barrierefreien Wohnräumen

Betreutes Wohnen und Förderung kommen erst zusammen, wenn sich Wohneigentümer entschließen, die Wohnräume altersgerecht zu sanieren oder zu renovieren. Hier entscheidet allerdings das Land beziehungsweise die Kommune über die Freigabe von Fördermitteln. In der Regel wird der Bau von barrierefreien Wohnräumen gefördert, wenn regional ein Bedarf vorhanden ist.

Vorteile für Senioren

Für Senioren ergeben sich ohne jeden Zweifel zahlreiche Vorteile, wenn sie sich für das betreute Wohnen entscheiden. Es ist schließlich ein wenig so, als würde man Zuhause Wohnen. Die Kosten für Betreutes Wohnen werden in zwei unterschiedlichen Abrechnungen zusammengefasst. So handelt es sich zum einen um die reine Miete und zum anderen um die Kosten für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen für die Pflege. Beide Verträge müssen unbedingt getrennt voneinander abgeschlossen werden. Fixe Kosten bei der Pflege sind oftmals Hausmeister Dienste und Notruf-Bereitschaften. Einige Senioren benötigen keine rund um Betreuung und nutzen daher sehr gern die Tagespflege, um den Alltag besser bewältigen zu können. Gerade nach kleineren Eingriffen oder Operationen ist es für Senioren einfacher, wenn sie eine gewisse Betreuung erhalten. Des Weiteren heißt betreutes Wohnen auch ganz einfach sicheres Wohnen im Alter.

Fachkräfte aus Osteuropa

Ein Mangel an Fachkräften gibt es eigentlich nicht und dennoch suchen immer häufiger Pflegekräfte aus dem Ostblock eine Arbeitsstelle in Deutschland, der Schweiz oder auch in Österreich. Was bei Senioren zu Beginn auf Skepsis stößt, erweist sehr rasch als unbegründetes Vorurteil. Die oftmals polnischen Pflegekräfte üben diese Arbeit mit Leidenschaft und Hingabe aus. Zudem werden den polnischen Pflegern ausschließlich so viele Patienten zugeteilt, dass diese stets einen menschenwürdigen Umgang mit den Senioren ausüben können. Im Vergleich zu teils horrenden Pflegeheimkosten sind die Kosten für die 24 Stunden Pflege durch osteuropäische Fachkräfte gering, bei zum Teil besseren und vor allem menschlicheren Leistungen. Sprachprobleme sind selten, da diese Fachkräfte selbstverständlich über ein Mindestmaß der deutschen Sprachen verfügen.

Wer also im Alter flexibel und dennoch sicher wohnen möchte, wird mit dem betreuten Wohnen eine solide und ansprechende Wohnform finden, die allen Ansprüchen gerecht werden kann.

Betreutes Wohnen zur Miete

Die Miete für betreutes Wohnen ist im Vergleich zur normalen Miete bei Standardwohnungen etwas höher. Der Grund: die Wohnräume sind altersgerecht umgebaut und erfüllen andere Ansprüche. Hierzu gehört in erster Linie das barrierefreie Wohnen. Keine Türschwellen oder ähnliches sind hier anzutreffen. So ist es dem Mieter möglich, auch mit einem Rollstuhl den Wohnraum weiter nutzen zu können. Des Weiteren befinden sich in der Regel in den sanitären Einrichtungen Griffe, um den Alltag zu erleichtern. Auch Schalter sind in einer entsprechenden Höhe angebracht, um diese auch aus einem Rollstuhl aus betätigen zu können. Außerdem sind die Wohnanlagen mit Fahrstühlen und extra breiten Türen ausgestattet. Betreutes Wohnen, diese Miete ist nun mal etwas höher. Doch die Preise variieren selbstverständlich regional.

Zuschüsse zur Miete

Ob Zuschüsse zur Miete genehmigt werden, muss im Einzelfall geprüft werden. Der Wohnraum für betreutes Wohnen wird aus der selben Sicht betrachtet, wie herkömmlicher Wohnraum. Sprich, man kann selbstverständlich einen Antrag auf Wohngeld stellen. Andere Formen von Zuschüssen für die Miete sind nicht möglich. Was die Kosten für Pflege und Betreuung betrifft, können Pflegekasse und Krankenkasse herangezogen werden, um diese anteilig zu übernehmen. Voraussetzung ist allerdings die Anerkennung einer bestimmten Pflegestufe.

Der Service oder auch Pflegevertrag

Betreutes Wohnen, Miete und schließlich noch der Pflegevertrag. Wie bereits erwähnt, sollte man möglichst beide Verträge getrennt voneinander abschließen, um diese auch getrennt voneinander kündigen zu können. Senioren haben die freie Wahl, welche Dienste in Anspruch genommen werden wollen. Mit Sicherheit gibt es Dienste, auf die niemand verzichtet, wie den Hausmeister Dienst oder auch den hauseigenen Notruf. Was die Pflege betrifft, sollte ein Senior selber entscheiden können. Viele vertrauen inzwischen einer polnischen Haushaltshilfe. Diese leistet ebenso gute Arbeit, wie andere Fachkräfte und übt ihre Tätigkeit zudem mit Herzenslust und Leidenschaft aus. Viele ältere Menschen sind begeistert von dem netten und zuverlässigen Umgang und es ist keine Seltenheit mehr, dass auch im Rahmen der betreuten Wohnform auf Haushaltshilfen aus Polen zurückgegriffen wird.

Wie Teuer ist Betreutes Wohnen?

An erster Stelle muss allgemein festgehalten werden, dass sich die Preise regional sehr stark unterscheiden. Es ist vergleichbar mit den normalen Mietpreisen, denn diese variieren schließlich auch von Region zu Region. Auch die Nachfrage bestimmt den Preis. Sind nur wenige Plätze für das betreute Wohnen vorhanden und ist die Nachfrage sehr hoch, dann werden auch hier die Preise nach oben korrigiert. Doch nun ein Blick darauf, wie sich die Kosten für das betreute Wohnen überhaupt zusammensetzen.

Die reinen Mietkosten

Wie teuer ist betreutes Wohnen? Wenn man sich diese Frage stellt, muss man zunächst wissen, dass sich die Kosten für diese Art des Wohnens aus zwei grundlegenden Faktoren zusammensetzten. Der Hauptteil beruht dabei auf den reinen Mietkosten. Ähnlich wie man es von herkömmlichen Mietwohnungen her kennt. Der Preis pro Quadratmeter liegt hier allerdings zwischen 5% und 10% über den ortsüblichen Preisen. Das rührt daher, da diese Wohnungen altersgerecht saniert wurden. Im Rahmen einer sogenannten Senioren Wohnanlage bestehen schließlich andere Ansprüche. Dazu gehören in erster Linie die barrierefreien Räumlichkeiten. Aber auch Fahrstühle und extra breite Türrahmen gehören dazu. All das begründet die Mehrkosten für die Miete.

Service

Zu den Mietkosten kommen nun die Service Kosten hinzu. Diese sind sehr individuell und richten sich grundsätzlich nach den gewünschten Leistungen. Man hat also als Mieter das Recht, selber zu entscheiden, welche Dienstleistungen man in Anspruch nehmen möchte und in welchem Umfang. Neben einem Hausmeisterdienst, wird den Senioren auch ein Wäscheservice, Essensservice oder auch ein Reinigungsservice angeboten. Des Weiteren verfügen Wohnungen im Rahmen von betreuten Wohnen stets über einen hauseigenen Notruf. Im Falle eines Falles kann so schnell um Hilfe gerufen werden.

Pflegekosten

Die Frage, wie teuer ist betreutes Wohnen, wäre damit beantwortet. Sie setzen sich aus den reinen Mietkosten und den Kosten für den Service zusammen, der einem angeboten wird. Das erklärt recht anschaulich, weshalb keine pauschalen Preise genannt werden können. Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn der Mieter pflegebedürftig ist? Auch hier kann man die moderne Form des Wohnens im Alter nutzen. Eine 24 Stunden Pflege kann beispielsweise auch von polnischen Pflegekräften übernommen werden. Die Kosten können von der Pflegekasse oder aber auch anteilig von der Krankenkasse übernommen werden. Wichtig ist, dass die entsprechende Pflegestufe nachgewiesen werden kann.

Neues Wohnen im Alter! Mit dem Konzept, betreutes Wohnen wird Senioren die Möglichkeit geboten, unbekümmert den Lebensabend zu genießen. Nachbarschaftshilfe wird hier groß geschrieben und man fühlt sich wie in einer Gemeinschaft. Dennoch ist es jedem möglich, sein eigenes Leben frei zu führen. Wenn Unterstützung im Haushalt benötigt wird, greifen viele zudem gern auf eine polnische Haushaltshilfe zurück.


Gabriele Dreher

Ich habe lange Zeit in Altenpflegeeinrichtungen gearbeitet und versuche, verschiedene Aspekte meiner Arbeit kritisch zu beurteilen, ohne die Voreingenommenheit, die das Urteil so vieler langjähriger Fachleute im Gesundheitswesen trübt. Meine Ansichten sind meine eigenen. Alle konstruktiven Rückmeldungen und Meinungen sind erwünscht.


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