Zur allgemeinen Orientierung. Für Ihre persönliche Situation helfen Pflegeberatung und die zuständigen Fachstellen weiter.

Bei einer Wohnberatung per Video besprechen Sie mit einer Beratungsstelle für Wohnfragen, wie Sie Ihre Wohnung und Ihren Alltag an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Themen sind zum Beispiel ein schwieriger Hauseingang, hohe Türschwellen, mehr Sicherheit im Bad, Hilfsmittel oder eine andere Möblierung.

Beschreiben Sie ein konkretes Problem: Was fällt Ihnen schwer, wo tritt es auf und was soll sich ändern? Fotos, Maße oder ein Grundriss ergänzen das Gespräch. Welche Unterlagen Sie brauchen, hängt von Ihrer Frage und der Beratungsstelle ab.

Das Wohnproblem beschreiben

Notieren Sie vor dem Termin ein konkretes Problem. Zum Beispiel: „Ich komme mit dem Rollator nur schwer durch die Badezimmertür“ oder „Die Schwelle am Hauseingang ist ein Hindernis.“ Beschreiben Sie auch, wann die Schwierigkeit auftritt und wer den Raum nutzt oder im Alltag hilft.

Wohnberatung umfasst mehr als bauliche Umbauten. Die Fachperson kann auch Hilfsmittel, Möbel und die Nutzung einzelner Räume mit Ihnen besprechen. Wenn Sie mehrere Themen haben, nennen Sie zuerst das dringendste. So bleibt genug Zeit, die passende Situation genauer anzuschauen.

Ältere Frau und Begleiterin falten gemeinsam Handtücher.
KI-generiertes Symbolbild

Den betroffenen Bereich zeigen

Fragen Sie die Beratungsstelle, ob Sie den Raum während des Gesprächs mit der Handykamera zeigen können. Bei einer Türschwelle sollten Sie auch den Zugang und den Platz davor und dahinter zeigen. Bewegen Sie die Kamera langsam und halten Sie sie möglichst ruhig.

Wenn die Übertragung im Termin nicht gut klappt, können Fotos oder eine einfache Skizze helfen. Klären Sie vorab, ob die Fachstelle solche Unterlagen benötigt und auf welchem Weg Sie sie senden sollen. Jede Beratungsstelle geht anders mit Fotos und Grundrissen um. Zeigen Sie nur Bereiche, die für Ihr Anliegen wichtig sind.

Sie müssen die Wohnung nicht eigens für die Kamera aufräumen. Wichtig ist, dass die Fachperson Ihre Situation im Alltag erkennen kann. Überlegen Sie vorher, welche Räume oder persönlichen Gegenstände Sie zeigen möchten.

Maße und Pläne bereitlegen

Ein vorhandener Grundriss oder frühere Baupläne können bei Fragen zu Türen, Bewegungsflächen oder möglichen Umbauten nützlich sein. Messen Sie aber nicht vorsorglich die ganze Wohnung aus. Fragen Sie lieber bei der Beratungsstelle nach, welche Maße für Ihr Anliegen gebraucht werden.

Grobe Maße geben der Fachperson eine erste Orientierung, ersetzen aber keine Prüfung vor Ort. Wenn eine Entscheidung von genauen Maßen, Befestigungen oder baulichen Bedingungen abhängt, muss die Fachperson diese möglicherweise in der Wohnung prüfen. Bei einer Videoberatung gehören Montage und praktische Arbeiten nicht automatisch dazu.

Angehörige und Technik abstimmen

Eine Angehörige, ein Angehöriger oder eine andere Vertrauensperson kann beim Gespräch dabei sein, wenn diese Person die Wohnsituation kennt oder Sie im Alltag unterstützt. Stimmen Sie das mit der Beratungsstelle ab. Auch Angehörige, die weiter entfernt wohnen, lassen sich so einbeziehen.

Prüfen Sie vor dem Termin den Zugangslink sowie Kamera und Mikrofon. Öffnen Sie den Link rechtzeitig und klären Sie, ob Sie ein bestimmtes Programm installieren müssen. Die technischen Anforderungen unterscheiden sich je nach Beratungsstelle. Bei Schwierigkeiten fragen Sie dort nach einer anderen Möglichkeit für das Gespräch.

Wählen Sie einen Ort, an dem Sie ungestört sprechen können. Wenn sensible Informationen besprochen werden, sollte niemand unbeabsichtigt mithören oder auf den Bildschirm sehen. Klären Sie außerdem, wer im Raum sein soll und ob weitere Personen zugeschaltet werden.

Helle Wohnung mit freiem Weg und gemütlichen Sitzplätzen.
KI-generiertes Symbolbild

Videoberatung oder Hausbesuch?

Ein Videotermin eignet sich für eine erste Einschätzung und für Fragen, bei denen die Situation gut sichtbar ist. Er spart Anfahrten und ermöglicht es, Angehörige an anderen Orten einzubeziehen. Eine Besichtigung der Wohnung kann trotzdem sinnvoll sein, weil sich dabei besser erkennen lässt, welche Änderungen nötig sind.

Fragen Sie am Ende des Gesprächs, ob die Einschätzung für Ihre Entscheidung ausreicht oder ob ein Hausbesuch nötig ist. Das gilt besonders, wenn bauliche Details geprüft werden müssen oder mehrere Bereiche der Wohnung zusammenhängen. Auch Fragen zur Finanzierung oder zur fachlichen Begleitung einer Maßnahme können Sie ansprechen.